Mitgliedschaft: Heimatverein Aurich e.V. · Niederdeutscher Bühnenbund Niedersachsen und Bremen e.V. · Arbeitsgemeinschaft ostfriesischer Volkstheater e.V.

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Überschrift zu den Seiten aus der ON vom 29.10.08
Erste Seite des Berichts  aus der ON vom 29.10.08 Zweite Seite des Berichts  aus der ON vom 29.10.08

Quelle: Ostfriesische Nachrichten vom 29. Oktober 2008

Da es sich um sehr große Zeitungsseiten handelt, gibt es weiter unten die Möglichkeit, eine größere Darstellung herunter zu laden. Jetzt aber hier noch einmal der Text:

"Full House" zum Bühnengeburtstag

Niederdeutsches Theater Aurich zeigt den Bühnenklassiker "Pension Schöller"

wee AURICH. - Es ist nicht alltäglich, dass das Niederdeutsche Theater Aurich mit insgesamt 14 Darstellern vor ihr Publikum tritt. Aber der Anlass erfordert besondere Maßnahmen: Es ist der 85. Geburtstag, den die Auricher Bühne feiert und auf Grund dessen ihren Freunden einen Leckerbissen des plattdeutschen Theaters bieten möchte.

Es ist der Bühnenklassiker „Pension Schöller", den das Publikum zum Geburtstag zu sehen bekommt. Es geht dabei um den Gutsbesitzer Philipp Klapproth, der an seinem Stammtisch mit einer Interessanten Geschichte brillieren möchte: Er will einmal eine „Irrenanstalt" von Innen sehen und echte „Irre" aus der Nähe studieren. Er bittet seinen Neffen Alfred ihm dabei behilflich zu sein. Als positive Verstärkung will er sich dafür finanziell bei Alfreds geplanter Geschäftsgründung erkenntlich zeigen.

Eigentlich ein Angebot, dass Alfred nicht ablehnen kann - aber woher eine Irrenanstalt nehmen? Freund Ernst Kissling weiß Rat: Man möge dem wissbegierigen Onkel die Pension Schöller zeigen, dessen exentrische Gäste höchsten Ansprüchen an ein echtes Irrenhaus genügen könnten. Gesagt, getan und Klapproth bekommt das volle Programm von den ahnungslosen Gästen der Pension serviert. Er hält die Gäste des Hauses für echte Irre und amüsiert sich prächtig. Er lernt einen Großwildjäger kennen, eine Schriftstellerin à la Courths-Mahler, einen duellierwütigen Major der Reserve und den Neffen des Pensionsdirektors, der trotz eines kleinen Sprachfehlers Schauspieler werden will. Die etwas schrille Gesellschaft wird ihm jedoch allmählich zu ermüdend und er reist zurück zu seinem beschaulichen Landgut.

Mit der Beschaulichkeit währt es jedoch nicht allzu lange. Denn die Geister, die er rief, wird er nicht so ohne weiteres los - und Klapproth bekommt Besuch von den so bestaunten Gästen der Pension Schöller und er ist bald selber reif für die „Klappsmühle"...

Die Pension Schöller ist mehr eine Glosse, denn ein Lustspiel. Es wurde von Wilhelm Jacoby und Carl Laufs im Jahre 1890 geschrieben und die Uraufführung fand am 7. Oktober 1890 in Berlin statt. Seitdem gehört es zu den Klassikern der deutschen Bühnen Wegen des hohen Anspruches auch an das Bühnenbild traut sich allerdings nicht jede Bühne an dieses Stück heran. Die Auricher Bühne hat sich deswegen der Dienste des professionellen Regisseurs Rudolf Plent versichert, der in Aurich kein Unbekannter ist und hier schon öfter "Hand anlegte".

Ein besonderes Lob verdienen die Mitarbeiter, die nicht auf der Bühne zu sehen sind, aber beim doch sehr aufwendigen Bühnenbild, der Maske und der Technik wieder einmal ganze Sache gemacht haben. Alle Beteiligten haben sich seit Wochen mächtig ins Zeug gelegt, um den 85. Geburtstag für die Besucher, aber auch für sich selber angemessen zu feiern.


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Bildunterschrift Seite 1 : Das Niederdeutsche Theater tritt in großer Besetzung mit dem Schwank „Pension Schöller" vor das Publikum.
Fotos: Jürgens

Seite 2: Die 2. Seite enthält genau die Auflistung, die Sie auch unter Spielzeit 2008/09 wiederfinden können.
Bitte folgen Sie diesem Link: Darsteller, Verantwortliche und Termine

Text zum Bild auf der 2. Seite: Regie führt Rudi Plent

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