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Artikel Ostfriesische Nachrichten vom 31.10.2011

Quelle: Ostfriesische Nachrichten vom 31. Oktober 2011

Und hier noch einmal der Text:

Turbulentes Stück gelungen umgesetzt

„Geld verdarvt de Charakter«: Niederdeutsche Bühne Aurich feiert starken Premierenabend - Neue Regisseurin

sn AURICH Am Freitag gab einen starken Premierenabend im Auricher Ostfries-landhaus. Gleich drei neue Auftritte bot das Niederdeutsche Theater seinem Publikum: Das Herbst-Spiel -Geld verdarvt de Charakter"' erstmals eingeübt unter der neuen Regisseurin Heike Tunder und vorgestellt von den jugendlichen Nachwuchsmimen der jüngst gegründeten Theaterwerkstatt, die Mädchen und Jungen meisterten ihr Debüt mit Bravour, ebenso wie die Darsteller des turbulenten Zweiteilers ihre Premiere. Der Applaus war den Mitwirkenden des Stücks aus der Feder des Briten Ray Cooney (Niederdeutsche Ersetzung und Bearbeitung von Manfred Hinrichs) her. Gewürdigt wurde damit nicht nur die gelungene Umsetzung dieses ausgesprochen turbulenten Stückes durch die Schauspieler, .Bewunderung fand auch die Gedächtnisleistung der Mitwirkenden in den Hauptrollen. Was diese im Verlauf der wirrenden Handlung an Namen und Personen zuordnen mussten, war von manch einem Zuschauer nicht nachvollziehbar, wie in den Pausengesprächen zu hören war.

Eine Million Euro vermeintlichen Schwarzgeldes unerwartet und plötzlich in einer vertauschten Aktentasche zu finden, verwirrt nicht nur die Sinne des Beglückten. Es kann auch seinen Charakter verändern - und auch den seiner engsten Freunde. Selbst der Polizeibeamte Dasenbrook (Stefan Dirks) kann der Versuchung nicht widerstehen und lässt sich „schmieren". So mancher Zeitgenosse steckt plötzlich und im wahrsten Sinne des Wortes mit dem frischgebackenen Millionär Henry Pehmöller (Heiner Alberts) unter einer Decke. Einzig Anne Pehmöller, dargestellt von Uta Folkerts, die in ihrer schauspielerischen Leistung - ebenso wie manch anderer Darsteller auch - zur Hochform auflief, kann sich mit dem Geldsegen und dessen Auswirkungen nicht anfreunden.

Da werden Pläne geschmiedet und verworfen, Erwartungen an ein sorgenfreies Leben geweckt und zugleich Ängste geschürt. An Letzterem ist "Herr Aktkofka" nicht ganz unschuldig. Wer tauscht schon gern einen Aktenkoffer mit einer Million Euro gegen einen mit einer Käsestulle mit Majo ein? Einzig Taxifahrer Bernd, verkörpert durch Andi Weber, behält angesichts dieses Chaos noch halbwegs die Ruhe. Doch auch er ist einer Geldspritze nicht abgeneigt: „Geld verdarvt de Charakter"!

Beim Blick auf die Liste der Mitwirkenden schien der Premierenerfolg dieses Stückes   bereits vorprogrammiert. Neben den namentlich bereits genannten Darstellern waren auch so bekanntermaßen erfolgreiche Schauspieler wie Elke Gronewold und Johann Mühlenbrook (Ehepaar Jansen), Wilhelm Ahrens (Polizist Schlüter) und Robert Janssen (ein großer Passant) nicht unwesentlich am Gelingen dieser Premiere beteiligt. Der heftige Applaus galt daher sicher allen Mitwirkenden und auch den "unsichtbaren" guten Geistern im Souffleurkasten, der Regie, den Maskenbildnerinnen, Bühnenbauern und Technikern.

Weitere Aufführungen im Ostfrieslandhaus sind am 31. Oktober, 2., 4., 7., 9. und 11. November, jeweils ab 20 Uhr. Einzig die Vorstellung am Sonntag, 6. November, beginnt bereits um 16 Uhr.

Eintrittskarten sind im Vorverkauf bei der Firma Abegg in Aurich, Osterstraße, sowie an der Abendkasse erhältlich.

Bildunterschrift: Henry Pehmöner (Heiner Albert) bestürmt seinen Freund Wikko Jansen (Johann Mühlenbrook), daneben Ehefrau EIIi Jansen (Elke Gronewold) und Polizist Dasenbrook (Stefan Dirks).

Fotos: Suhren

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