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Artikel Ostfriesen-Zeitung vom 03.11.2012

Quelle: Ostfriesen-Zeitung vom 03. November 2012

Und hier noch einmal der Text:

Eine Liebe aus verschiedenen Perspektiven

BÜHNE Niederdeutsches Theater Aurich probt "Torügg na't Happy End« / Premiere am 9. November

Uta Folkerts und Heiner Alberts spielen ein Paar, das sich kurz vor der Trauung an den Beginn der Beziehung erinnert.

VON GÜNTHER NIET

AURICH - Topuuster Tunder wird es bei den Proben zum neuen Theaterstück "Torügg na't Happy End" des Niederdeutschen Theaters Aurich nicht langweilig. Noch sind die beiden Protagonisten der Komödie, Uta Folkerts und Heiner Alberts, nicht ganz textsicher, und die Souffleuse muss immer wieder ins "Drehbuch" schauen und den beiden ein wenig auf die Sprünge helfen.

Regisseur Johann Mühlenbrock achtet haargenau darauf, dass bei den Proben im Ostfrieslandhaus die Kleinigkeiten stimmen und die Darsteller ihre Positionen korrekt einhalten. Seit Anfang September laufen die Proben, anfänglich im Bühnenheim in Haxtum, jetzt im Ostfrieslandhaus, wo die Aufführungen sein werden. Die Stimmung im Theaterteam ist locker und entspannt. Noch haben die Akteure knapp eine Woche Zeit, um an dem Theaterstück zu feilen und die Premiere am Freitag, 9. November, vorzubereiten. Doch um diese ist niemand bange. Dafür kennen sowohl Mühlenbrook als auch Uta Folkerts, Heiner Alberts und Edith Gleibs, die ebenfalls bei diesem Lustspiel mitwirkt, das Theatergeschäft aus Erfahrung zu gut.

Immer wieder hat sich in der Vergangenheit das Auricher Theaterensemble um ihre Leiterin Herma C. Janssen neuen Herausforderungen gestellt und mit Erfolg Neues ausprobiert. Auch "Torügg na't Happy End" ist keine typische Komödie mit vielen Turbulenzen. Das Bühnenbild ist spärlich und wird in dem Zweiakter per Drehbühne gewechselt. Vor zwei Jahren kam diese Drehbühne erstmals zum Einsatz. Man habe sie bauen lassen, um noch mehr Professionalität einbringen zu können, so Mühlenbrock. Die Komödie von Frank Pinkus, die Bühnenleiterin Janssen ins Niederdeutsche übersetzt hat, gleicht eher einem humoristischen Kammerspiel. Der Schwerpunkt liegt in den Wirkungen der Gespräche zwischen den Figuren.

In "Torügg na't Happy End" wird das Pferd von hinten aufgezäumt. Die Aufführung beginnt, wie andere Komödie enden: mit einem langen, glücklichen Kuss zwischen Tina (Uta Folkerts) und Manfred (Heiner Alberts) unmittelbar- vor ihrer standesamtlichen Trauung. Voller Freude wollen sie aber vorher das Publikum teilhaben lassen an ihrer Lovestory, an den vielen Glücksmomenten und daran, wie alles begann.

Doch schnell wird deutlich: Jeder der beiden hat daran eine völlig andere Erinnerung. Diese teils konträren Perspektiven und Sichtweisen von Tina und Manfred zu ihrer Liebe stehen im Zentrum des Geschehens auf der Bühne. Passen die beiden überhaupt zueinander, muss man sich fragen. Und dann mischt sich auch noch Manfreds resolute Mutter Marianne, gespielt von Edith Gleibs, immer wieder in die fragile Beziehung ein.

"Torügg na't Happy End" ist ein sehr dichtes Theaterspiel, dass besonders von den beiden Hauptdarstellern viel schauspielerischen Einsatz abverlangt, um den intimen Rahmen der Komödie auch publikumswirksam und unterhaltsam auszufüllen.

Karten für die insgesamt neun Aufführungen gibt es bei der Firma. Abegg in der Osterstraße in Aurich.

Bildunterschrift: Ob Mutter Marianne (Edith Gleibs) sich über die stürmische Begegnung von Manfred (Heiner Alberts) und Tina (Uta Folkerts) freut oder erschrocken ist, werden•die Besucher des Niederdeutschen Theaters Aurich bei der Premiere am 9. November erfahren.

Foto: NIET

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