Mitgliedschaft: Heimatverein Aurich e.V. · Niederdeutscher Bühnenbund Niedersachsen und Bremen e.V. · Arbeitsgemeinschaft ostfriesischer Volkstheater e.V.

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Artikel Sonntagsblatt vom 09. November 2008

Quelle: Sonntagsblatt vom 09. November 2008

Und hier noch einmal der Text:

Auricher Schauspieler reißen ihr Publikum mit

Niederdeutsches Theater Aurich präsentiert gelungene Komödie „Pension Schöller".

AURICH - Mit viel Begeisterung wurde das Stück „Pension Schöller", aufgeführt von der Niederdeutschen Bühne Aurich, von den Zuschauer im sehr gut besuchten Ostfrieslandhaus aufgenommen.

Im Zentrum des aufgeführten Schwanks von Carl Laufs und Wilhelm Jacoby steht der Gutsbesitzer Phillipp Klapproth. Er hat aus reiner Neugierde den unbedingten Wunsch, eine Anstalt für Geistekranke zu besuchen. In die Wege leiten soll das sein Neffe Alfred, dem er als Gegenleistung mit einer stattlichen Geldsumme unter die Arme greifen will. Problem nur, dass dieser keine Einrichtung kennt. Die Rettung kommt von seinem besten Freund, dem Kunstmaler Ernst Kissling. Alfred soll seinem Onkel die gutbürgerliche Familienpension Schöller als Heilanstalt verkaufen. So ist Phillip Klapproth eines Abends Gast auf einem Gesellschaftsabend der Pension.

Die Sonderlichkeiten der dort wohnenden Gäste lassen ihm rasch keine Zweifel, dass es sich um eine Anstalt handelt: Da ist die penetrante Autorin von Kitschromanen, Josephine Krüger, die das Leben des Hofbesitzers als Stoff für eine ihren Romane verwenden möchte, der exzentrische Großwildjäger Fritz Bernady, mit dem er zusammen eine abenteuerliche Weltreise machen soll, der missmutige Major a. D. Gröber, der den verdutzten Gutsbesitzer zum Duell auffordert sowie Eugen Rümpel, ein junger Bankangestellter, der allzu der Schauspielkunst nachgehen würde, bedauerlicherweise jedoch den Buchstaben „L" nicht über die Lippen bringen kann.

Das Durcheinander mit einer Vielzahl von äußerst unterhaltsamen Verwechslungen und Missverständnissen nimmt ohne Unterlass seinen Lauf. Was für den Gutsbesitzer Klapproth zu Beginn nur amüsiert aufgenommen wird, wächst ihm peu à peu über den Kopf. Nach der Rückreise gerät er in arge Schwierigkeiten, denn die vermeintlichen Geisteskranken kommen auf sein Landgut. Die Folge: Der Wahnsinn hält in seinem Wohnzimmer Einzug, so dass sich ein jeder fragt, wer denn eigentlich verrückt ist.

Das hoch motivierte Ensemble der Niederdeutschen Bühne Aurich zeigt eine überaus starke schauspielerische Leistung, die verständlicherweise mit starken Applaus des Publikums honoriert wurde.

Hervorzuheben ist Wilhelm Arends in seiner Rolle des Phillipp Klapproth. Ins Auge fällt zudem die überaus gelungenen Bühnenbilder und Kostüme, die den Aurichern von der Ostfriesischen Landschaft zur Verfügung gestellt wurden.

Nicht zuletzt auch erwiesen sich auch die beiden jüngsten Darsteller Hilke Peters, die Phillip Klapproths Nichte Ida spielt, sowie Michael Rieken, beide Neuzugänge des Auricher Ensembles, als Glücksgriffe, die sich mühelos einfügten.

  • Weitere Informationen zum Theaterstück sowie zur Niederdeutschen Bühne Aurich gibt es im Internet unter www.ndt-aurich.de.
  • An diesem Sonntag gibt es im Ostfrieslandhaus in Aurich um 16 Uhr eine Aufführung. Diese schließen sich Termine am 12., 14. November, jeweils um 20 Uhr, an.
  • Zu drei weiteren Aufführungen lädt die Niederdeutsche Bühne am 19., 21. und 26. November, jeweils um 20 Uhr, ins Bürgerhaus in Ihlow ein.

sc

Bildunterschrift: Ziehen alle Register: die Schauspieler der Niederdeutschen Bühne.

 

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